Unsere Projekte


Berufsorientierung

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ (Lao-tse, Chinesischer Philosoph)

Inspiriert von diesem Zitat, ist das BO-Konzept unserer Schule entstanden. Den Lernenden soll das Ziel des Schulbesuches deutlich werden und wir begleiten sie auf ihrem Weg in die Berufswelt. Nach der Schule stehen den Lernenden erst einmal viele Wege und Berufe offen - kein Wunder, dass sie so einige Fragen haben und manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Doch genau deshalb ist eine gute Berufsorientierung wichtig, denn wenn du sich die Lernenden beruflich gut orientiert haben, lassen sie sich durch die vielen unterschiedlichen Optionen nicht verunsichern, sondern wissen, wo sie stehen und was sie in der Berufswelt erreichen möchten.Um diese Sicherheit bei den Lernenden zu erreichen, ist unser BO-Konzept in vier Bereiche gegliedert:


1. Methoden- und Medienkompetenz

 

Am Anfang des Weges in die Berufswelt steht für die Ohetalschule die Ausbildung der Schlüsselkompetenzen, mit der wir bereits ab Jahrgang fünf beginnen. Im Rahmen des Bausteines „Methoden- und Medienkompetenz“ schulen wir gezielt die überfachliche Kompetenzen unserer Lernenden.

 

Unser MuKt (Methoden- und Kommunikationstraining) wird in jeder Jahrgangsstufe in Methodenblöcken unterrichtet. Um einen verbindlichen Inhalt zu gewährleisten, arbeiten unsere Lehrkräfte in Methodentandems zusammen, die als Experten agieren.

Zudem unterrichten wir fächerübergreifen das Unterrichtsfach Projekt. Hier ermöglichen wir den Schüler*innen das eigenständige Lernen, die Teamarbeit, das Präsentieren und die Problemlösekompetenz zu schulen. Die Lehrkraft agieren während der Projektarbeit (eine Doppelstunde pro Woche) als Lernberater.

Im Zeitalter der Digitalisierung bereiten wir unsere Lernenden durch Medienunterricht gezielt auf den Umgang mit dem PC vor. Ab Jahrgang neun kooperieren wir mit der Gemeinde Frielendorf und bieten bei Bedarf eine AG „Senioren-PC“ an. Hier sind unsere Lernenden in der Expertenrolle und schulen Senioren im Umgang mit dem PC.

Unser WP-Unterricht ab Jahrgang sieben beinhaltet gezielt den Aufbau von handwerklichen Kompetenzen. Die Lernenden erlernen den Umgang mit Holz und verschiedenen anderen Materialien, errechnen die Kosten und den Materialbedarf selbst und bauen verschiedene Projekte, die von der Schulgemeinde als Auftrag an sie herangetragen wurden, wie z.B. Sitzbänke, Hochbeete für die Schulgarten-AG, Vogelhäuser usw.. 

 

 2. Berufsinformation sowie – orientierung und Praktika

 

Im Rahmen der „Berufsinformation und – orientierung“ beginnen wir ab Jahrgangsstufe sieben mit der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den Berufsvorstellungen der Schüler*innen.

Durch Kompo7 erhalten die Lernenden einen ersten Eindruck von ihren Stärken und beginnen mit dem Führen des Berufswahlpasses. Die Einführung ins Themenfeld Arbeit und in den Berufswahlpass erfolgt im Unterricht und ist durch folgende Fragestellungen geprägt:

  • Warum ist Berufsorientierung wichtig?
  • Was sind meine Stärken und Interessen? 
  • Meine Möglichkeiten nach der Ohetalschule - Ausbildung oder weiterführende Schule?
  • Der Berufswahlpass: Handhabung und Nutzen  

Im Zusammenhang damit ermöglichen wir unseren Lernenden die Teilnahme am Girls & boys-day.  Die Klassenlehrerin / der Klassenlehrer bespricht hierfür typische Männer-und Frauenberufe. Eine Hintergrundrecherche über geeignete Berufsbilder wird u.a. am Computer und mit Hilfe der Arbeitsblätter aus den Berufswahlpass  angeleitet.

Zudem findet in Jahrgang sieben ein Jahrgangselternabend statt, auf dem Kompo7 und der Berufswahlpass erläutert werden.

Im Nachmittagsbereich können die Lernenden an berufsbezogenen AGs teilnehmen. Hier kooperieren wir mit außerschulischen Mitarbeitern (Rentner / Meister usw.), die unseren Lernenden ihren handwerklichen Beruf näherbringen. So gibt es z.B. eine Maler-AG und eine Schreiner-AG. Die Schüler*innen erledigen hier praktische Berufsbezogene Aufgaben und malern z.B. einen Klassenraum, schreinern Bänke usw. .

Als Kooperationspartner steht uns die Jugendwerkstatt Felsberg seit mehreren Jahren zur Verfügung. Einmal wöchentlich bieten außerschulische Mitarbeiter die AG MINT-Fresch an. Hier findet eine Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen statt. Dadurch erleben unsere Lernenden durch zahlreiche Versuche einen inspirierenden Einblick und einen praktischen Zugang in Berufe aus dem naturwissenschaftlichen Bereich.   

 

 

Ab Jahrgangsstufe acht erhalten unsere Lernenden in Beratungsgesprächen durch eine Mitarbeiterin der Arbeitsagentur, die Job-Fit Messe und verschiedene Berufsinformationstage Impulse und Anregungen von verschiedenen Berufen.

Nach der Kompetenzfeststellung in Jahrgang sieben suchen sich die Lernenden anhand ihrer Kompetenzen und Interessen selbstständig ein geeignetes Praktikum. Dabei werden sie von der Mitarbeiterin der Arbeitsagentur und unserer Lehrkräfte unterstützt.

Im Rahmen der Praktika erhalten die Lernenden Einblicke in verschiedene Berufe. Unser dreiwöchiges Betriebspraktikum ermöglicht den Lernenden einen ersten Einblick in die Berufswelt. Während des Praktikums werden die Lernenden von der Klassenlehrerin / vom Klassenlehrer und / oder der AL-Lehrkraft besucht. Das Erstellen einer Praktikumsmappe gehört zur Nachbereitung des Praktikums selbstverständlich dazu. Hier setzen sich die Lernenden mit ihren ersten Erfahrungen in der Praxis über geeignete Berufsbilder auseinander.

Zu dem verpflichtenden Praktikum in Jahrgangsstufe neun, können die Lernenden ab der Jahrgangsstufe acht ein freiwilliges „Soziales Praktikum“ absolvieren. Das Soziale Praktikum – ein Dienst an und für Menschen – können unsere Lernenden nachmittags nach der Unterrichtszeit bewältigen. Wünschenswert ist der Einsatz wöchentlich verteilt über ein Halbjahr oder zwei zusammenhängende Halbjahres. Die Lernenden können hierbei aus folgenden Einrichtungen wählen:

die Hausaufgaben-/ sowie die Mittagsbetreuung unserer Schule

  • Spiel- und Lernkreise sowie Hausaufgabenbetreuungen umliegender Grundschulen
  • Altenheime
  • Einrichtungen der Diakonie
  • evangelische/katholische Kirche
  • Kindergärten, -horte, Krippen
  •  Vereine mit Kinder-/Jugendabteilungen.

Hierfür wird ein Vertrag geschlossen, eine Anwesenheitsliste geführt und am Ende erstellen wir eine Urkunde, die in den Berufswahlpass abgeheftet wird und als Anhang für Bewerbungen genutzt werden kann.


3. Das Bewerbungstraining

 

Das Bewerbungstraining startet ab Jahrgang acht und wird im Unterricht fächerübergreifend durchgeführt. Im Deutschunterricht werden Aspekte und Wortbausteine einer Bewerbung erarbeitet und abschließend von den Lernenden erstellt. Im X-Pert-Kurs lernen die Schüler*innen das formatieren und arbeiten mit Word, so dass sie ihre Bewerbung digital erstellen können. Exemplarisch kann ein Einstellungstest und ein Vorstellungsgespräch durchgeführt werden. 

4. Fachliche und überfachliche Kompetenzen

 

Die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen (Schlüsselqualifikationen) schulen wir sowohl im regulären Unterricht, als auch gezielt in den verschiedenen Maßnahmen zur Berufsorientierung. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht:


Unsere Lernenden beschreiten also den Weg zu ihren Zielen mit uns und unseren außerschulischen Kooperationspartnern gemeinsam, der sich bildlich wie folgt darstellt: